Android rooten-Freiheit für Android

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Towelroot

Android User haben es gut. Kein anderes Betriebssystem war bisher so sicher und trotzdem offen. Naja, ein wenig zu mindestens. Denn ab einem gewissen Punkt hat der User keinen Zugriff mehr auf diverse Funktionen des Android Smartphones- bzw. Tablets. Der Weg raus aus dem goldenen Käfig nennt sich Rooting. Und der Root-Zugriff auf ein Android Smartphone- oder Tablet eröffnet viele neue Möglichkeiten. Der Weg dorthin ist aber mannigfaltig.

Um Android zu rooten, gibt es diverse Möglichkeiten. Eine Reihe an Tools stehen dafür zur Verfügung. Und diese ermöglichen dann Funktionen, die den normalen Umfang eines Android Smartphones- bzw. Tablets erheblich erweitern. Damit ist es dann möglich, alternative Android Versionen, auch Custom Roms’s genannt, zu installieren. Ferner kann man dann aber auch vollständige System-Images erstellen, welche nicht nur alle Apps samt Einstellungen, Dateien und evtl. Spielstände speichert, sondern auch unerwünschte Apps, auch Bloatware genannt, deinstallieren kann. Die bekanntesten Apps hierfür dürften sicherlich das Tool ClockworkMod Recovery und Titanium Backup Root sein. Nachdem man den Root-Zugriff erlangt hat, kann man sich z.B. ab Android 4.4 sogar wieder die Schreibrechte auf der SD-Karte zurück holen. Und die hartgesottenen Freaks übertakten mit Root auch die Leistung des mobilen Prozessors oder machen sogenanntes Undervolting, mit dem man Strom sparen kann. Um es kurz zu machen, Rooting heißt einfach nichts anderes, als sich die Administratorenrechte auf dem Android Gerät anzueignen.

Android rooten-Vorteile

Um Root auf einem Geräte zu erlangen, muss das Gerät oder das Betriebssystem eine Lücke haben. Denn sonst würde man ja keinen Weg hineinfinden. Und hier ist eines der Probleme des Rooting. Denn für jedes Android Gerät und jede Android Version bedarf es einer anderen Root-Methode. Natürlich wollen auch diverse Hersteller es gar nicht, dass sich der User Zugriff auf die Systemebene verschafft und rollt daher gelegentlich Software-Updates aus, welche diese Lücken schließen sollen. Aber im Netzt hat sich eine breite Community entwickelt, die an immer neuen Möglichkeiten des Rooting arbeitet. Die Jungs von den xda-developers dürften sicherlich weltweit zu bekanntesten gehören. Dort gibt es eigentlich zu jedem Problem eine Lösung und auch für jedes Android Gerät eine Root-Methode.

Wer allerdings des Englischen nicht ganz so mächtig ist, der findet auch auf android-hilfe.de die passenden Informationen in unserer Muttersprache. Dies könnte für all diejenigen interessant sein, die sich nicht durch ellenlange englische Anleitungen wühlen wollen. Denn manchmal sind die Android Root-Methoden mit einem simplen Klick in einer App durchzuführen, manchmal aber ist die Sache doch ein wenig komplizierter und man muss eine komplettes Rom flashen und dazu Befehle in der PC-Entwicklerumgebung eintippen. Natürlich gibt es auch Tools, die geräteübergreifend funktionieren. Dabei dürfte das einfachste wohl Towelroot sein, welches ich hier bereits einmal vorgestellt hatte. Die App kann man kostenlos auf der Seite des Entwicklers herunterladen. Diese muss man dann einfach installieren und drückt dann auf den einzigen Button. Diese Methode funktioniert aber nicht sehr zuverlässig, oftmals wird der Root einfach nicht durchgeführt.

Android rooten-mal einfach, mal kompliziert

Dafür gibt es aber auch noch genügend andere Apps. Framaroot dürfte bestimmt auch vielen von euch bekannt sein. Mit dieser App ist es möglich, verschiedene Root-Methoden für ein Smartphone auszuprobieren. Das witzige an dieser App ist, dass der Entwickler die Methoden nach Figuren aus „Der Herr der Ringe“ benannt hat. Diese Root-App kommt mit vielen Android Geräten zurecht, sogar recht unbekannten. Ein dritter Vertreter ist Kingo Root. Hierbei handelt es sich aber nicht um eine Android App, sondern um ein Windows Programm. Dieses ist besonders bei HTC Geräten zu empfehlen, hier werden besonders viele Geräte erkannt.

Bei Samsung Geräten empfiehlt sich allerdings die sehr bekannte Software Odin. Mit dieser ist es möglich, nicht nur neue Android Rom’s zu flashen, sondern auch Root-Zugriff zu erlangen. Nachteil ist jedoch, dass man bei Odin wirklich alles für das richtige Smartphone einstellen muss. Aber zum Glück gibt es ja diverse Foren, wo man sich alles in Ruhe genau durchlesen kann. Denn wenn man das falsche Custom Rom flasht, hat man nur noch einen teuren Briefbeschwerer und kein Smartphone mehr. Um zu testen, ob der Root-Vorgang erfolgreich war, gibt es auch Apps. Da kann man sich z.b. die kostenlose App Root Checker aus dem Google Play Store herunterladen. Diese zeigt dann an, ob alles nach Plan gelaufen ist oder man noch einmal alles von vorne machen muss.

Android rooten-Gefahren

Doch trotz verschiedenster Apps und Programme, welche das Rooten zu einem doch recht einfachen Vorgangs macht sollte man nie die Risiken außer Acht lassen. Denn durch das Rooten des Systems kommt es zu einer Art Sicherheitslücke, welche natürlich Schadprogramme wie Trojaner ausnutzen können. Vorher durch die Abriegelung ohne Chance, könnten sie nun auf alle wichtigen Systeme und dessen Einstellungen Zugriff erlangen. Zwar ist es in der Praxis die Gefahr durch die SuperUser-Apps, welche beim Rooten mit installiert werden, minimiert, eine erhöhte Gefahr besteht aber trotzdem.

Ferner darf man aber auch nicht vergessen, dass bei den meisten Herstellern die Garantie erlischt, wenn das Smartphone gerootet wurde. Zwar kann man so einen Root auch wieder rückgängig machen, meistens jedoch sind danach trotzdem noch verdächtige Spuren des Vorgangs zu finden. Daher sollte sich jeder User fragen, ob ihm ein solches Risiko wert ist.


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